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Für viele Gruppen, die zum erstenmal in den Niederlanden segeln, gibt es ein Problem: Einerseits wissen sie noch nicht wie unsere Reisen aussehen und was man alles auf dem IJsselmeer und dem Wattenmeer erleben kann. Andererseits liegt der Reiz des Segelns gerade darin, dass man von Wind und Wetter abhängig ist, manchmal jedoch kann man deswegen vorher geplante Programme nicht durchführen. Wind und Wetter lassen sich nun mal nicht planen. Wir möchten in diesem Schreiben einige Vorschläge für fünf-, sieben- oder vierzehntägige Segelreisen machen. Gleichzeitig geben wir
einige Möglichkeiten für Aufträge an, die bereits Zuhause oder in der Gruppe vorbereitet und während des Segelns ausgeführt werden können. Dazu erzählen wir etwas über die Entstehung des IJssel- und Wattenmeeres und die
Geschichte der umliegenden Dörfer und Städtchen. Es gibt Gruppen, die mit einem ganz bestimmten Ziel kommen, die z.B. Vögel beobachten möchten oder hydrotechnische Bauten, wie Mühlen und Schleusen besichtigen wollen. All diese oder auch andere Interessen können nach Rücksprache mit dem Skipper bei einer Reise berücksichtigt werden. Auf jeden Fall weiss der Skipper über die jeweiligen örtlichen Verhältnisse Bescheid: Fahrradvermietung, Duschmöglichkeiten, Waschsalons, Diskotheken, Bowlingbahnen, Hallenbäder, Restaurants, Wattlaufen, Angeln, Surfen, usw. Bei gutem Wetter können die Plattbodenschiffe auf dem Watt trocken fallen, so dass eine Wanderung in der Umgebung des Schiffes möglich ist. Bei Ausflügen, Besichtigungen usw. ist es ratsam, sich vorher beim örtlichen Verkehrsverein über die verschiedenen Öffnungszeiten zu erkundigen. Besonders auf dem Wattenmeer muss man damit rechnen, dass die Abfahrtszeiten von den Gezeiten bestimmt werden.
GESCHICHTE DER HOLLÄNDISCHEN SCHIFFE F
ast alle Städte in Holland haben ihre eigenen Schiffstypen, die sowohl lokal wie regional eine lange Entwicklung hinter sich haben. Die zahlreichen Gewässer ermöglichten den Personen- und Güterverkehr übers Wasser. Hauptsächlich wurden drei Schiffstypen gebaut: Fischer-, Fracht- und Seeschiffe, die zu verschiedenen Zwecken eingesetzt wurden. Die Fischerkähne waren wieder in drei Typen eingeteilt: Binnengewässer, Zuidersee und Hochseeschiffe. Binnengewässerschiffe wie die Schouw, Grundel, Tjotter und Punters wurden nicht nur zum Fischen gebraucht, sondern auch oft als Arbeitskähne bei Bauernhöfen. Da die maximale Länge 6 m ist, konnten sie überall hinkommen und außerdem hatte jede Gegend ihren Schiffstyp auf die jeweiligen lokalen Umstände abgestimmt. Dieses zeigt sich auch heute noch in den verschiedenen Schiffsbautraditionen. Die Fischerschiffe der Zuidersee mussten höhere Anforderungen haben, da sie seetüchtig sein mussten und oft mehrere Tage auf dem Meer
blieben. So wurden Botter, Lemmeraaken, Pluten, Hoogaarsen, Stavorener Jollen, Kwakken und Hengsten für die Zuidersee gebaut. Eines der meistbenutzten Fischerschiffe war der Botter. Es gab sowohl
Südufer- als Westuferbotter. Die Süduferbotter waren kleiner und hatten Huizen, Harderwijk und Elburg als Heimathafen. Die Westuferbotter gab
es vor allem in Hoorn, Marken und Volendam, wo der größte Botter, der Kwak, eingesetzt wurde, da die westliche Zuidersee viel tiefer ist als die östliche. Die Lemmeraak hat sich aus dem Botter entwickelt. Sie ist ein sehr schnelles und seetüchtiges Schiff. Dies stellte hohe Anforderungen an Seetüchtigkeit und daher mußte der Botter angepaßt werden. Ein anderes Beispiel dieser Anpassungen ist die Stavorener Jolle, die als einziges Schiff in den Niederlanden keine Seitenschwerter bekam, sondern einen Kiel. Dieses kleine Schiff wurde speziell für die oft rauhe See in Stavoren gebaut. Die Hoogaarsen und Hengste sind eigentlich nur geeignet für das Gezeitengebiet in Zeeland. Alle Fischerboote wurden damals aus Eichenholz gebaut. Nachdem die Zuidersee abgeschlossen war, nahm die Zahl der Fischerboote schnell ab. Ursache dafür war, dass der Fischstand zurücklief und die Schiffe nicht mehr gewartet wurden. Hinzu kam, dass Süßwasser im Gegensatz zum Salzwasser das Holz nicht konservierte. Heute sind glücklicherweise alle übriggebliebenen Schiffe restauriert und dabei werden auch neue Replicas als Vergnügungsjachten gebaut. Von den Fischerbooten, die auf der Nordsee fuhren, sind leider nur noch einige übriggeblieben, nämlich der Logger und der Blazer. Der Logger ist das einzige Kielschiff, das in Holland fuhr. Er wurde hauptsächlich bei der Heringfischerei eingesetzt. Besonders während des Ersten Weltkrieges wurden viele Exemplare nach französischem Beispiel gebaut, denn die Lebensmittel waren knapp und für Fisch wurde gutes Geld bezahlt. Die Vlaardinger Werft "Figee" baute die meisten Logger. Das Schiff war an der westeuropäischen Küste eine allgemeine Erscheinung. Von den ca. 400 Loggern, die gebaut wurden, sind noch etwa ein Dutzend erhalten geblieben. Der Blazer ist ein typisches holländisches Schiff mit Seitenschwertern. Er wurde bei der Küstenfischerei eingesetzt und hat sich aus dem Botter entwickelt. Leider sind nur noch zwei von diesen robusten Schiffen erhalten geblieben. In einem sehr schweren Sturm gingen allein schon 20 Schiffe aus den Fischerdörfern Paesens und Moddergat unter. Auf der Karte des Wattenmeers (Blatt Ost) ist immer noch die Reede von Paesens und Moddergat eingezeichnet. Dort wurde auch ein Museum, zur Erinnerung an dieses menschliche Drama, eingerichtet. Frachtschiffe sind auf verschiedene Weisen nach Typen einzuteilen; man sollte die Herkunftsgegend, Landungsorte oder
Fahrgebiete in acht nehmen. Die Trennungslinien lassen sich jedoch oft schwierig ziehen. Hier folgt eine Zusammenfassung von Frachtschiffen, die zu Charterschiffen umgebaut worden sind: Kähne und Prahmen Stroh-Kahn: Dieses Schiff wurde speziell für den Transport von Stroh, Schilfrohr und Heu gebaut. Er wurde hauptsächlich in Südholland eingesetzt und zeichnet sich durch seinen geringen Tiefgang und die relativ geringe Breite im Verhältnis zur Länge aus. Es sind nur wenige Exemplare erhalten geblieben. Groninger Bolpraam: Dieses Schiff wurde vor allem in den Moorgebieten von Drente und Groningen eingesetzt. Mit diesem sehr einfachen Plattbodenschiff wurden hauptsächlich Torf und Kartoffeln vom Binnenland zu den größeren Häfen transportiert, wo die Ladung auf größere Schiffe gelöscht wurde. Hasselter Kahn: Der Hasselter Kahn wurde in Dedemsvaart und Zwartsluis gebaut. Die größeren Kähne fuhren auf den Flüssen und manchmal auf der Zuidersee. Die Schiffe sind leicht von Gewicht, haben einen geringen Tiefgang und transportierten Torf, Muscheln und Agrarprodukte. In Dedemsvaart, eine kleine Moorkolonie, gab es drei Werften, die diese Schiffe bauten. Es gab dort etwa 40 Kähne. Unter den Kähnen und Prahmen war der Hasselter Kahn der größte; die anderen wurden nur in der direkten Umgebung gebraucht und hatten keine Unterkunftsmöglichkeiten.
Tjalken Friesische "Skutsje": Sie ist der kleinste Sprößling aus der großen Tjalken-Familie. Sie wurde hauptsächlich in Friesland benutzt und ihre Ladung bestand aus Warfterde, Düngmist und Torf. Sie ist ein schnelles Stromlinienschiff. Jedes Jahr wird in Friesland noch das traditionelle "Skutsjesilen", Segelwettkämpfe für Skutsjes organisiert. Vor allem bei straffem Wind ist dies ein spektakuläres Ereignis. Seetjalk: Die Seetjalken wurden an verschiedenen Orten gebaut; deswegen gibt es viele unterschiedliche Typen. Das Fahrgebiet umfaßte die ganzen Niederlande. Sie transportierten die verschiedensten Frachten über das Wattenmeer, die Zuidersee und den Binnengewässern. Die maximale Abmessung 24m x 5,10m hing mit der Schleusengröße zusammen. Kufftjalk: Von diesem Schiffstyp sind nur 5 Exemplare erhalten geblieben. Es sind robuste Schiffe, die hauptsächlich nach Skandinavien und auf der Nordsee fuhren. Meistens wurden Holz, Kohle, Salz und Getreide befördert. Vor allem in Groningen wurden viele Kufftjalken gebaut und gerade hier hatten viele Küstenschiffe ihren Heimathafen.
Klipper Der Klipper ist ein völlig anderer Schiffstyp als die obengenannten Schiffe. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden viele Frachtschiffe motorisiert und stellten somit eine große Bedrohung für die Segelschiffe dar. Die Entwicklung der Segelschiffe war einige Zeit zum Stillstand gekommen und wurde durch die industrielle Revolution nicht besonders gefördert. In England und Amerika fuhren die Tee- und Wollklipper. Das waren Schiffe aus Eisen mit einer modernen Takelage und
modernen Hilfsmitteln. Nach Beispiel dieser Schiffe wurde auch der niederländische Binnenklipper gebaut. Dieser kennzeichnet
sich nicht nur durch den eisernen Rumpf (bis ca. 1870 wurde im Schiffsbau nur Holz verwendet), sondern auch durch einen speziellen Vor- und Hintersteven. Um diese Zeit etwa wurde der erste Klipper in Fahrt genommen. Rivierklipper: Dieses Schiff ist relativ lang (max. 48m) im Verhältnis zu seiner Breite und fuhr hauptsächlich auf dem Rhein. Die Ladung bestand vor allem aus Umschlaggütern für das Ruhrgebiet aus den niederländischen Seehäfen. Auf der Rückfahrt transportierten diese Schiffe Kohle und Industrieprodukte. Der Rivierklipper wurde meistens als Zweimaster gebaut. Seeländischer Klipper: Dieses Schiff hat einen größeren Tiefgang und ist relativ breit im Verhältnis zu seiner Länge. Er wurde vor allem in Zeeland und Südholland gebaut und eingesetzt. Wegen des Fahrgebietes wurden an die Seetüchtigkeit höhere Ansprüche gestellt. Die Ladung bestand meistens aus Agrarprodukten (hauptsächlich Rüben) und Umschlaggütern aus Antwerpen und Rotterdam. Klipperkahn: Dieser Schiffstyp ist eine Klipper, Tjalk und Kahn Simbiose. Er wurde vor allem in Zwartsluis gebaut und fuhr im selben Gebiet wie der Hasselter Kahn und die Tjalken.
Seeschiffe Von den Seeschiffen wurden schon die Kufftjalk und der Logger als Fischerboot genannt. Der Logger wurde auch als Frachtschiff eingesetzt. Das bekannteste Seeschiff ist aber der Schoner. Viele Schoner wurden in Groningen gebaut, da die Groninger hinsichtlich der Küstenschiffahrt eine lange Tradition hinter sich haben. Es gibt kleine Dörfer in dieser Provinz, wie z.B. Gasselternijeveen, die auf den ersten Blick nichts mit Wasser zu tun haben, die aber für manches Schiff den Heimathafen bilden. Schoner: Diese Schiffe fuhren in der Trampschiffahrt durch ganz Europa und sogar nach Amerika. Als Zwei- und Dreimaster zeichnen sie sich durch ihre Takelage mit höherem Vorder- und Hintermast aus. Die Schoner haben keine Seitenschwerter und wurden nach einem Beispiel des amerikanischen Teeklippers gebaut. Schonerkahn: Der Schonerkahn wird manchmal auch Seeklipper genannt, weil dieser große Klipper der Seefahrt angepasst und mit Seitenschwerten ausgestattet wurde, konnte dieser Schoner auch weiter Landeinwärts. TIPPS Was sollte man mitnehmen fuer fuenf Tage? Notwendig Eventuell Schlafsack - Fotoapparat Allgemeines: An Bord gibt’s nicht viel Abstellraum. Nehmen Sie kein unnötiges Gepäck mit. Was tun wenn die Segel gesetzt sind? Beim Segeln werden zuallererst die Instruktionen des Skippers, vom Maat, oder des Begleiters ausgeführt. Wenn man nicht am manövrieren ist, wird die Zeit je nach Wunsch eingeteilt. Man kann zum Beispiel:
KLASSENAUFGABE DAS SEGELN AUF TRADITIONELLEN SEGELSCHIFFEN An Bord lernt man nicht nur richtiges Segeln, sondern es lässt sich auch noch vieles andere machen. Über die Segeltechnik wurden schon viele Bücher geschrieben und deswegen hat es keinen Zweck in diesem Rahmen noch etwas hinzuzufügen. In der Bibliothek findet man Bücher, in der die Technik ausführlich beschrieben und erklärt wird. Empfehlenswert ist, sich während einiger Unterrichtsstunden in der Schule mit der Theorie des Segelns zu beschäftigen. An Bord wird unter der Anleitung des Skippers die Praxis erklärt und man lernt so die zahlreichen Segelbegriffe an Ort und Stelle. Hinzu kommt, dass die oft komplizierte Takelage einem besser klar wird, wenn man mit ihr arbeitet. Daher haben wir einige Aufgaben zusammengestellt, die sich spezifisch auf das Segeln an Bord von traditionellen Segelschiffen
beziehen. Zum Teil können die Aufgaben in der Schule ausgearbeitet werden, und später können die Lösungen an Bord während der Fahrt überprüft werden. Aufgabe 1: Fertigt eine Zeichnung des Schiffes an, auf dem Ihr segelt und tragt möglichst viele Bezeichnungen der Schiffsteile ein Aufgabe 2: Sammelt möglichst viele Schiffsausdrücke und findet ihre Bedeutung und Geschichte heraus. Aufgabe 3: Stellt eine Übersicht der Fahrtrichtungen zusammen, und tragt sie in eine Zeichnung ein. Aufgabe 4: Informiert Euch über die Kräfte, die auf ein Schiff einwirken Aufgabe 5: Sammelt alle Wetterkarten während der Reise und macht eine Wettervorhersage. Aufgabe 6: Nimm einen Sternenatlas von der Schule mit und entdecke nachts mit Freundin oder Freund die Sterne. Aufgabe 7: Lasst Euch von Eurem Lehrer die Navigation und deren mathematischen Hintergrund erklären. Aufgabe 8: Bittet Euren Chemielehrer, Euch soviel wie möglich an Forschungsmaterial
Aufgabe10: Grabt mit der Schaufel alle Bewohner eines Quadratmeters Watt aus und bestimmt ihre Namen. Aufgabe11: Übt zu Hause und an Bord so viel Knoten wie möglich.(frage den Maat) Aufgabe12: Organisiert einen Bunten Abend an Bord mit Sketchen, Spielen und einer guten Mahlzeit. Aufgabe13: Führt ein Bordbuch, in das Ihr die Positionen und alle Ereignisse an Bord eintragt. DER KOMPASS Der Kompass bestimmt die Fahrrichtung, daher ist es also eines der wichtigsten Instrumente an Bord. Die Rose ist in 360 Grad verteilt, wobei 0 Grad immer den magnetischen Nordpol angibt. Der Kurs wird auf der Karte bestimmt und in Graden ausgedrückt. Wenn man z.B. einen Kurs von 90 Grad fährt, fährt man nach Osten. Die Kompassrose weist also immer nach Norden. Die Striche auf dem Kompaß braucht man zum bestimmen des Kurses und der Windrichtung. Die Hauptrichtungen sind Nord (N), Süd (S), Ost (O) und West (W). Weiter gebraucht man Begriffe wie Nordwest (NW) Südsüdwest (SSW) oder Ostsüdost (OSO). Wenn Sie möchten gibt Ihnen der Skipper gerne weitere Anleitungen über Kompasslesen. SEGEL UND WINDRICHTUNG Die wichtigsten Segelstände Der Skipper wird bereit sein diese wichtigsten Stände in der Praxis zu erläutern. A segelt so hoch wie möglich am Wind. Das Segel steht über Steuerbord (=rechts). Die Windrichtung beschreibt einen Winkel von ca. 135° mit der Fahrtrichtung. Die Schot ist stark angezogen. Das Segel kann auch über Backbord (=links) stehen. B segelt mit halbem Wind. Das Segel steht über Steuerbord. Die Windrichtung beschreibt einen Winkel von ca. 90° mit der Fahrtrichtung. Die Schot ist etwas gefiert. Das Segel kann auch über Backbord stehen. C segelt mit raumem Wind. Das Segel steht über Steuerbord. Die Windrichtung beschreibt einen Winkel von ca. 45° mit der Fahrtrichtung. Die Schot wird nicht mehr gefiert. Auch hier kann das Segel über Backbord stehen. D segelt völlig vor dem Wind. Das Segel steht über Steuerbord. Die Wind- und Fahrtrichtung stimmen überein. Die Schote ist so viel wie möglich gefiert. Wenn das Segel jedoch jetzt über Backbord steht ist es. F liegt im Wind. Die Sege Halsen und Wenden Wenn man mit dem Segel über Steuer- oder Backbord fährt, kann man das Großsegel nach und nach dichter holen und die Schot nach und nach fieren und allmählich von der einen Fahrtrichtung in die andere übergehen. Ebensogut kann man immer mehr anluven, indem man die Schote anzieht und wieder in die alte Fahrtrichtung übergehen. Wenn man durch anluven und fieren nicht in die gewünschte Segelrichtung kommen kann, muß man wenden. Wenden wird auch überstaggehen oder durch den Wind gehen genannt. Beim Übergang wechselt das Segel zur anderen Seite. Halsen muss man wenn der Wind von hinten kommt und man das Segel von der Richtung her ändern will. Zusammenfassend: Halsen: Vor dem Wind das oder die Segel von Backbord nach Steuerbord bringen, oder umgekehrt. Wenden: Gegen den Wind wenden, wobei das oder die Segel von Backbord nach Steuerbord gebracht werden, bzw. umgekehrt.
Wie misst man die Schiffsgeschwindigkeit? An Bord werden zwei Zeichen mit einem Abstand von 5.15 m gesetzt. Wenn man jetzt einen treibenden Gegenstand bei Punkt A über Bord wirft und die Zeit misst bis der Schwimmer bei Punkt B ist, kann man aus der Tabelle die Geschwindigkeit in Knoten ablesen. MESSTABELLE
Als Abstand kann auch ein vielfaches von 5.15 m dienen. Bei einem beliebigen Abstand kann man mit Hilfe der unterstehenden Formel selbst eine Tabelle machen. Geschwindigkeit 2 x L in Knoten = ------------ wobei L der Abstand AB ist Zeit in Sek. 1 Knoten = 1 englische Seemeile/Stunde
LOGBUCH UND TAGEBUCH In einem Logbuch kommen Notizen, die mit dem Schiff, Segeln und Wetter zu tun haben. Einteilung Logbuch: die Route, die gefahren wurde Einteilung Tagebuch Aufstehen (wie? wann?) Schiffersprache und Begriffe an Bord An Bord eines Schiffes werden viele Begriffe gebraucht, die einer Landratte nichts sagen. Um die Welt der Seefahrt kennen zu
lernen und Missverständnisse zu vermeiden ist es gut, schon ein bisschen in die Skippersprache eingeweiht zu werden. Die folgende Liste kann dabei helfen. Fettgedruckt sind die holländischen Begriffe BEAUFORTSCALA
SPEISEPLAN - hier folgt ein Vorbild: Montag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Gemüse Suppe & Brot, Abendessen: Spaghetti Bolognese & Salat Dienstag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Brot & Aufschnitt, Abendessen: Babi Pangang (Schweinefleisch & Brot kaufen) Mittwoch: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Tomaten Suppe & Brot, Abendessen: Mexikanischer Reis (Hackfleisch & Brot kaufen) Donnerstag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Brot & Aufschnitt, Abendessen: Macaroni & Salat (Hackfleisch und Brot kaufen) Freitag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: "Hutspot & Rookworst"
Frühstück besteht aus: Brot, Aufschnitt (Schinken, Salami, Leberwurst, Fleischkäse) Käse, Marmeladen, Butter, Eier, Milch,
Orangensaft, Tee und Kaffee. Museumsbesuche und/oder Naturwanderung können Sie in der Segelroute-Besprechung mit dem Skipper vereinbaren. Der Skipper reserviert das Nötige für Sie. Für alle Rezepte gilt: Butter kann durch Margarine ersetzt werden. wenn nach dem Frühstück die angewiesene Gruppe die nötigen Kartoffeln schälen, ist die Arbeit schnell geklärt, Kartoffeln bleiben
geschält in einer Pfanne voll Wasser einen halben Tag gut Mengen: bei allen Rezepten müssen die Mengen bei mehr als 6 Personen anpasst werden
* Fleisch & Gemüse in süßsaurer Soße (Babi Pangang) 1½ kg Schweinefleisch Gemüse waschen und klein schneiden, Schweinefleisch anbraten u. ca. 10 min. schmoren, Mexikanischer Reis 1 kg Hackfleisch Salz / Pfeffer Zwiebeln hacken und mit Curry und Butter anbraten. Dann Hackfleisch mit einer Gabel losmachen und mitbacken. Tomatenpuree und Kräuter beigeben und 10 Min. köcheln lassen. Gewürze nach eigenem Geschmack abschmecken. Äpfel und Bananen beigeben und noch 5 Min mitköcheln lassen (süß schmecken). Dazu Reis servieren.
Spaghetti Bolognese 1 kg Hackfleisch Salz, Pfeffer, italienische Kräutermischung Speckwürfel im eigenen Fett ausbacken. Hackfleisch, gehackte Zwiebeln und Knoblauch mitbacken. Tomatenpürre, geschälte Dosentomaten mit Saft hinzufügen. Wenn die Soße zu dick ist mit etwas Wasser verdünnen und 15 Min. Köcheln. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und italienische Kräutermischung. Spaghetti mit Soße und Salat servieren.
Macaroni 1 kg Schinkenwü Schinken in Butter anbacken. Fein geschnittenes Gemüse ca. 30 Min. Mitdämpfen. Champignons,
Tomatenpürre u. geschälte Tomaten hinzufügen. Macaroni beigeben und umrühren. Köcheln. Abschmecken, Salz und Pfeffer wenn nötig hinzufügen.
Hutspot & Rookworst (holländisch) 4 kg Kartoffeln Paar Essl. Milch Kartoffeln und feingeschnittenes Gemüse in einem Topf (bei großen Mengen in 2 Töpfen) garkochen und abgießen. Mit etwas Milch und Butter auf die gewünschte Dicke bringen. Feinstampfen. Senf durchrühren. Rookworst in der Verpackung in kochendheißes Wasser erhitzen (nicht kochen) danach in Scheiben schneiden und hinzufügen. Es kann mit einer Fleischsoße serviert werden.( Päckchen). Kartoffeln müssen erst in den Topf, danach die Rüben und als letztes die Zwiebeln. Mit Deckel garkochen. Salz und Pfeffer wenn
nötig hinzufügen.
SALATE UND -SAUCEN Basisdressing 4 Essl. Öl oder Rahm, Joghurt, Mayonnaise Kopfsalat Salat gut waschen, Basissauce mit etwas Knoblauch Kopfsalat mit Senfdressing und Wallnüssen (als Vorspeise geeignet) Basisdressing mit viel Senf machen, Salat mit Wallnüssen garnieren. Spinatsalat Spinat gut waschen, einige Eier kochen (6-7 Min.), Basissauce mit Knoblauch.
MAHLZEITRESTE Große Reste sind schade wegzuwerfen, vor allem wenn wir daran denken, wieviel Millionen Menschen hungern müssen. Auf
jedem Schiff ist ein Kühlschrank. Gut verpackt kann man Reste also einen Tag ohne Gefahr bewahren... und mit etwas Phantasie kann man auch noch herrliche Gerichte machen. Macaronisalat Einen Rest Macaroni mit z.B. Fisch und Meeresfrüchten oder Schinkenwürfel und Gemüse wie Paprika, Tomaten, Essigzwiebeln
und -gurken mengen. Kartoffelsalat Wenn Kartoffeln in Scheiben geschnitten in viel Bouillon bewahrt werden, kann man einen frischen Kartoffelsalat machen. Den
Rest Bouillon abgießen. Reissalat Kalter Reis mit roter Paprika, Apfelstücklein und Fruchtcocktail oder Maiskörnern und viel Phantasie mischen. Sauce von Essig,
Öl, Curry, Salz, Pfeffer
SAISONGEMÜSE Blattgemüse Kohlsorten Knollen-, Wurzel- und Stengelgemüse frische Hülsenfrüchte andere Sorten
AUFGABENEINTEILUNG (beispiel) Die Schüler müssen in 5 Gruppen eingeteilt werden. Jeden Tag muss jede Gruppe eine andere Aufgabe ausführen: AUFGABE A: Deck spülen AUFGABE GRUPPE 1 GRUPPE 2 GRUPPE 3 GRUPPE 4 GRUPPE 5 A Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag
EINTEILUNG:
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