Für viele Gruppen, die zum erstenmal in den Niederlanden segeln, gibt es ein Problem: Einerseits wissen sie noch nicht wie unsere Reisen aussehen und was man alles auf dem IJsselmeer und dem Wattenmeer erleben kann. Andererseits liegt der Reiz des Segelns gerade darin, dass man von Wind und Wetter abhängig ist, manchmal jedoch kann man deswegen vorher geplante Programme nicht durchführen. Wind und Wetter lassen sich nun mal nicht planen.

Wir möchten in diesem Schreiben einige Vorschläge für fünf-, sieben- oder vierzehntägige Segelreisen machen. Gleichzeitig geben wir einige Möglichkeiten für Aufträge an, die bereits Zuhause oder in der Gruppe vorbereitet und während des Segelns ausgeführt werden können. Dazu erzählen wir etwas über die Entstehung des IJssel- und Wattenmeeres und die Geschichte der umliegenden Dörfer und Städtchen. vissrijdagen Workum 2004

Es gibt Gruppen, die mit einem ganz bestimmten Ziel kommen, die z.B. Vögel beobachten möchten oder hydrotechnische Bauten, wie Mühlen und Schleusen besichtigen wollen. All diese oder auch andere Interessen können nach Rücksprache mit dem Skipper bei einer Reise berücksichtigt werden.

Auf jeden Fall weiss der Skipper über die jeweiligen örtlichen Verhältnisse Bescheid: Fahrradvermietung, Duschmöglichkeiten, Waschsalons, Diskotheken, Bowlingbahnen, Hallenbäder, Restaurants, Wattlaufen, Angeln, Surfen, usw.

Bei gutem Wetter können die Plattbodenschiffe auf dem Watt trocken fallen, so dass eine Wanderung in der Umgebung des Schiffes möglich ist. Bei Ausflügen, Besichtigungen usw. ist es ratsam, sich vorher beim örtlichen Verkehrsverein über die verschiedenen Öffnungszeiten zu erkundigen. Besonders auf dem Wattenmeer muss man damit rechnen, dass die Abfahrtszeiten von den Gezeiten bestimmt werden.

 

GESCHICHTE DER HOLLÄNDISCHEN SCHIFFE

F ast alle Städte in Holland haben ihre eigenen Schiffstypen, die sowohl lokal wie regional eine lange Entwicklung hinter sich haben. Die zahlreichen Gewässer ermöglichten den Personen- und Güterverkehr übers Wasser.Tjalk

Hauptsächlich wurden drei Schiffstypen gebaut: Fischer-, Fracht- und Seeschiffe, die zu verschiedenen Zwecken eingesetzt wurden.

Die Fischerkähne waren wieder in drei Typen eingeteilt: Binnengewässer, Zuidersee und Hochseeschiffe.

Binnengewässerschiffe wie die Schouw, Grundel, Tjotter und Punters wurden nicht nur zum Fischen gebraucht, sondern auch oft als Arbeitskähne bei Bauernhöfen. Da die maximale Länge 6 m ist, konnten sie überall hinkommen und außerdem hatte jede Gegend ihren Schiffstyp auf die jeweiligen lokalen Umstände abgestimmt. Dieses zeigt sich auch heute noch in den verschiedenen Schiffsbautraditionen.

Die Fischerschiffe der Zuidersee mussten höhere Anforderungen haben, da sie seetüchtig sein mussten und oft mehrere Tage auf dem Meer blieben. So wurden Botter, Lemmeraaken, Pluten, Hoogaarsen, Stavorener Jollen, Kwakken und Hengsten  für die Zuidersee gebaut. Eines der meistbenutzten Fischerschiffe war der Botter. Es gab sowohl Südufer- als Westuferbotter. Die Süduferbotter waren kleiner und hatten Huizen, Harderwijk und Elburg als Heimathafen. Die Westuferbotter gab es vor allem in Hoorn, Marken und Volendam, wo der größte Botter, der Kwak, eingesetzt wurde, da die westliche Zuidersee viel tiefer ist als die östliche.botter am fischen

Die Lemmeraak hat sich aus dem Botter entwickelt. Sie ist ein sehr schnelles und seetüchtiges Schiff. Dies stellte hohe Anforderungen an Seetüchtigkeit und daher mußte der Botter angepaßt werden. Ein anderes Beispiel dieser Anpassungen ist die Stavorener Jolle, die als einziges Schiff in den Niederlanden keine Seitenschwerter bekam, sondern einen Kiel. Dieses kleine Schiff wurde speziell für die oft rauhe See in Stavoren gebaut.

Die Hoogaarsen und Hengste sind eigentlich nur geeignet für das Gezeitengebiet in Zeeland.

Alle Fischerboote wurden damals aus Eichenholz gebaut. Nachdem die Zuidersee abgeschlossen war, nahm die Zahl der Fischerboote schnell ab. Ursache dafür war, dass der Fischstand zurücklief und die Schiffe nicht mehr gewartet wurden. Hinzu kam, dass Süßwasser im Gegensatz zum Salzwasser das Holz nicht konservierte. Heute sind glücklicherweise alle übriggebliebenen Schiffe restauriert und dabei werden auch neue Replicas als Vergnügungsjachten gebaut. Von den Fischerbooten, die auf der Nordsee fuhren, sind leider nur noch einige übriggeblieben, nämlich der Logger und der Blazer.

Der Logger ist das einzige Kielschiff, das in Holland fuhr. Er wurde hauptsächlich bei der Heringfischerei eingesetzt. Besonders während des Ersten Weltkrieges wurden viele Exemplare nach französischem Beispiel gebaut, denn die Lebensmittel waren knapp und für Fisch wurde gutes Geld bezahlt. Die Vlaardinger Werft "Figee" baute die meisten Logger. Das Schiff war an der westeuropäischen Küste eine allgemeine Erscheinung. Von den ca. 400 Loggern, die gebaut wurden, sind noch etwa ein Dutzend erhalten geblieben.

Der Blazer ist ein typisches holländisches Schiff mit Seitenschwertern. Er wurde bei der Küstenfischerei eingesetzt und hat sich aus dem Botter entwickelt. Leider sind nur noch zwei von diesen robusten Schiffen erhalten geblieben. In einem sehr schweren Sturm gingen allein schon 20 Schiffe aus den Fischerdörfern Paesens und Moddergat unter. Auf der Karte des Wattenmeers (Blatt Ost) ist immer noch die Reede von Paesens und Moddergat eingezeichnet. Dort wurde auch ein Museum, zur Erinnerung an dieses menschliche Drama, eingerichtet.

Frachtschiffe sind auf verschiedene Weisen nach Typen einzuteilen; man sollte die Herkunftsgegend, Landungsorte oder Fahrgebiete in acht nehmen. Die Trennungslinien lassen sich jedoch oft schwierig ziehen. Hier folgt eine Zusammenfassung von Frachtschiffen, die zu Charterschiffen umgebaut worden sind:Sonnenuntergang

Kähne und Prahmen

Stroh-Kahn: Dieses Schiff wurde speziell für den Transport von Stroh, Schilfrohr und Heu gebaut. Er wurde hauptsächlich in Südholland eingesetzt und zeichnet sich durch seinen geringen Tiefgang und die relativ geringe Breite im Verhältnis zur Länge aus. Es sind nur wenige Exemplare erhalten geblieben.

Groninger Bolpraam: Dieses Schiff wurde vor allem in den Moorgebieten von Drente und Groningen eingesetzt. Mit diesem sehr einfachen Plattbodenschiff wurden hauptsächlich Torf und Kartoffeln vom Binnenland zu den größeren Häfen transportiert, wo die Ladung auf größere Schiffe gelöscht wurde.

Hasselter Kahn: Der Hasselter Kahn wurde in Dedemsvaart und Zwartsluis gebaut. Die größeren Kähne fuhren auf den Flüssen und manchmal auf der Zuidersee. Die Schiffe sind leicht von Gewicht, haben einen geringen Tiefgang und transportierten Torf, Muscheln und Agrarprodukte. In Dedemsvaart, eine kleine Moorkolonie, gab es drei Werften, die diese Schiffe bauten. Es gab dort etwa 40 Kähne. Unter den Kähnen und Prahmen war der Hasselter Kahn der größte; die anderen wurden nur in der direkten Umgebung gebraucht und hatten keine Unterkunftsmöglichkeiten.

 

Tjalkenzukunft der Charterfahrt ??

Friesische "Skutsje": Sie ist der kleinste Sprößling aus der großen Tjalken-Familie. Sie wurde hauptsächlich in Friesland benutzt und ihre Ladung bestand aus Warfterde, Düngmist und Torf. Sie ist ein schnelles Stromlinienschiff. Jedes Jahr wird in Friesland noch das traditionelle "Skutsjesilen", Segelwettkämpfe für Skutsjes organisiert. Vor allem bei straffem Wind ist dies ein spektakuläres Ereignis.

Seetjalk: Die Seetjalken wurden an verschiedenen Orten gebaut; deswegen gibt es viele unterschiedliche Typen. Das Fahrgebiet umfaßte die ganzen Niederlande. Sie transportierten die verschiedensten Frachten über das Wattenmeer, die Zuidersee und den Binnengewässern. Die maximale Abmessung 24m x 5,10m hing mit der Schleusengröße zusammen.

Kufftjalk: Von diesem Schiffstyp sind nur 5 Exemplare erhalten geblieben. Es sind robuste Schiffe, die hauptsächlich nach Skandinavien und auf der Nordsee fuhren. Meistens wurden Holz, Kohle, Salz und Getreide befördert. Vor allem in Groningen wurden viele Kufftjalken gebaut und gerade hier hatten viele Küstenschiffe ihren Heimathafen.

 

Klipper

Der Klipper ist ein völlig anderer Schiffstyp als die obengenannten Schiffe. Mitte des vorigen Jahrhunderts wurden viele Frachtschiffe motorisiert und stellten somit eine große Bedrohung für die Segelschiffe dar. Die Entwicklung der Segelschiffe war einige Zeit zum Stillstand gekommen und wurde durch die industrielle Revolution nicht besonders gefördert.

In England und Amerika fuhren die Tee- und Wollklipper. Das waren Schiffe aus Eisen mit einer modernen Takelage und modernen Hilfsmitteln. Nach Beispiel dieser Schiffe wurde auch der niederländische Binnenklipper gebaut. Dieser kennzeichnet sich nicht nur durch den eisernen Rumpf (bis ca. 1870 wurde im Schiffsbau nur Holz verwendet), sondern auch durch einen speziellen Vor- und Hintersteven. Um diese Zeit etwa wurde der erste Klipper in Fahrt genommen.klipper onrust

Rivierklipper: Dieses Schiff ist relativ lang (max. 48m) im Verhältnis zu seiner Breite und fuhr hauptsächlich auf dem Rhein. Die Ladung bestand vor allem aus Umschlaggütern für das Ruhrgebiet aus den niederländischen Seehäfen. Auf der Rückfahrt transportierten diese Schiffe Kohle und Industrieprodukte. Der Rivierklipper wurde meistens als Zweimaster gebaut.

Seeländischer Klipper: Dieses Schiff hat einen größeren Tiefgang und ist relativ breit im Verhältnis zu seiner Länge. Er wurde vor allem in Zeeland und Südholland gebaut und eingesetzt. Wegen des Fahrgebietes wurden an die Seetüchtigkeit höhere Ansprüche gestellt. Die Ladung bestand meistens aus Agrarprodukten (hauptsächlich Rüben) und Umschlaggütern aus Antwerpen und Rotterdam.

Klipperkahn: Dieser Schiffstyp ist eine Klipper, Tjalk und Kahn Simbiose. Er wurde vor allem in Zwartsluis gebaut und fuhr im selben Gebiet wie der Hasselter Kahn und die Tjalken.

 

 

Seeschiffekoftjalk

Von den Seeschiffen wurden schon die Kufftjalk und der Logger als Fischerboot genannt. Der Logger wurde auch als Frachtschiff eingesetzt. Das bekannteste Seeschiff ist aber der Schoner. Viele Schoner wurden in Groningen gebaut, da die Groninger hinsichtlich der Küstenschiffahrt eine lange Tradition hinter sich haben. Es gibt kleine Dörfer in dieser Provinz, wie z.B. Gasselternijeveen, die auf den ersten Blick nichts mit Wasser zu tun haben, die aber für manches Schiff den Heimathafen bilden.

Schoner: Diese Schiffe fuhren in der Trampschiffahrt durch ganz Europa und sogar nach Amerika. Als Zwei- und Dreimaster zeichnen sie sich durch ihre Takelage mit höherem Vorder- und Hintermast aus. Die Schoner haben keine Seitenschwerter und wurden nach einem Beispiel des amerikanischen Teeklippers gebaut.

Schonerkahn: Der Schonerkahn wird manchmal auch Seeklipper genannt, weil dieser große Klipper der Seefahrt angepasst und mit Seitenschwerten ausgestattet wurde, konnte dieser Schoner auch weiter Landeinwärts.

TIPPS

Was sollte man mitnehmen fuer fuenf Tage?nach fuenf Tage

Notwendig                 Eventuell

Schlafsack     - Fotoapparat
min. 2 Paar Schuhe   - Mütze
(keine Turnschuhe oder   - Labello
Schuhe mit Ledersohlen)   - Sonnencreme
Regenhose und Jacke    - Sonnenbrille
min. 2 Paar lange Hosen  - Taschenlampe
warme Pullover   - Spiele
5 Paar Socken    - Zeichenmaterial
Unterwäsche    - Stiefel
Badehose     - Musikinstrumente
Toilettenartikel     - Walkman
3 Handtücher - Rucksack
Taschentücher
Schreibmaterial und Papier         Achtung: Zu Hause lassen
Bücher                                     - Koffer und Radio
Geschirrtüche
Musikinstrumente

Allgemeines:

An Bord gibt’s nicht viel Abstellraum. Nehmen Sie kein unnötiges Gepäck mit.
Gepäck nicht in einem  Koffer mitnehmen, sondern in einer Tasche oder einem Rucksack
(ohne Gestell), die an Bord wenig Platz einnehmen.
Geld ist am sichersten in einem Etui um den Hals oder am Gürtel.

Was tun wenn die Segel gesetzt sind?schwimmen

Beim Segeln werden zuallererst die Instruktionen des Skippers, vom Maat, oder des Begleiters ausgeführt. Wenn man nicht am manövrieren ist, wird die Zeit je nach Wunsch eingeteilt. Man kann zum Beispiel:

  • - Unter Anleitung des Skippers selbst steuern
  • - Der Skipper erklärt gerne die Grundlagen der Navigation
  • - Brote schmieren. Segeln macht hungrig
  • - Bei den Vorbereitungen für die nächste Mahlzeit helfen. Diese Seite enthält auch ein paar Rezepte.
  • - Faulenzen und sich sonnen oder sich im Klüwernetz schaukeln lassen
  • - Schiffstypen raten. Diese Seite beschreibt zehn Schiffstypen, denen man unterwegs häufig begegnen kann.
  • - Die Namen der Hafenstädte, Schleusen und Inseln auf der Karte eintragen und kontrollieren.
  • - Knoten üben. Fragt den Maat nach den Seemannsknoten
  • - Hafenstädtchen besichtigen und abends die Disco und Kaffees aufsuchen, oder gemütlich an Bord bleiben und Musik machen.

KLASSENAUFGABE

DAS SEGELN AUF TRADITIONELLEN SEGELSCHIFFEN

An Bord lernt man nicht nur richtiges Segeln, sondern es lässt sich auch noch vieles andere machen. Über die Segeltechnik wurden schon viele Bücher geschrieben und deswegen hat es keinen Zweck in diesem Rahmen noch etwas hinzuzufügen. In der Bibliothek findet man Bücher, in der die Technik ausführlich beschrieben und erklärt wird.

Empfehlenswert ist, sich während einiger Unterrichtsstunden in der Schule mit der Theorie des Segelns zu beschäftigen. An Bord wird unter der Anleitung des Skippers die Praxis erklärt und man lernt so die zahlreichen Segelbegriffe an Ort und Stelle. Hinzu kommt, dass die oft komplizierte Takelage einem besser klar wird, wenn man mit ihr arbeitet.

Daher haben wir einige Aufgaben zusammengestellt, die sich spezifisch auf das Segeln an Bord von traditionellen Segelschiffen beziehen. Zum Teil können die Aufgaben in der Schule ausgearbeitet werden, und später können die Lösungen an Bord während der Fahrt überprüft werden.aufgaben

Aufgabe 1: Fertigt eine Zeichnung des Schiffes an, auf dem Ihr segelt und tragt möglichst viele Bezeichnungen der Schiffsteile ein

Aufgabe 2: Sammelt möglichst viele Schiffsausdrücke und findet ihre Bedeutung und Geschichte heraus.

Aufgabe 3: Stellt eine Übersicht der Fahrtrichtungen zusammen, und tragt sie in eine Zeichnung ein.

Aufgabe 4: Informiert Euch über die Kräfte, die auf ein Schiff einwirken

Aufgabe 5: Sammelt alle Wetterkarten während der Reise und macht eine Wettervorhersage.

Aufgabe 6: Nimm einen Sternenatlas von der Schule mit und entdecke nachts mit Freundin oder Freund die Sterne.

Aufgabe 7: Lasst Euch von Eurem Lehrer die Navigation und deren mathematischen Hintergrund erklären.

Aufgabe 8: Bittet Euren Chemielehrer, Euch soviel wie möglich an Forschungsmaterial

    • mitzugeben, um die Wassertemperatur, die Durchsichtigkeit, den PH-Wert und den   Ammonium-, Karbonat-, Sauerstoff- und Nitritgehalt zu bestimmen.
  • Fotokopiert eine Seekarte und tragt dort mit Hilfe von Koordinaten die Stellen ein,
  • wo gemessen wurde.
  • Aufgabe 9: Nehmt ein Vogelbuch und einen Feldstecher mit und zählt alle Vogelsorten.

Aufgabe10: Grabt mit der Schaufel alle Bewohner eines Quadratmeters Watt aus und bestimmt ihre Namen.

Aufgabe11: Übt zu Hause und an Bord so viel Knoten wie möglich.(frage den Maat)

Aufgabe12: Organisiert einen Bunten Abend an Bord mit Sketchen, Spielen und einer guten Mahlzeit.

Aufgabe13: Führt ein Bordbuch, in das Ihr die Positionen und alle Ereignisse an Bord eintragt.

DER KOMPASS

Der Kompass bestimmt die Fahrrichtung, daher ist es also eines der wichtigsten Instrumente an Bord. Die Rose ist in 360 Grad verteilt, wobei 0 Grad immer den magnetischen Nordpol angibt.

Der Kurs wird auf der Karte bestimmt und in Graden ausgedrückt. Wenn man z.B. einen Kurs von 90 Grad fährt, fährt man nach Osten. Die Kompassrose weist also immer nach Norden. Die Striche auf dem Kompaß braucht man zum bestimmen des Kurses und der Windrichtung. Die Hauptrichtungen sind Nord (N), Süd (S), Ost (O) und West (W). Weiter gebraucht man Begriffe wie Nordwest (NW) Südsüdwest (SSW) oder Ostsüdost (OSO).

Wenn Sie möchten gibt Ihnen der Skipper gerne weitere Anleitungen über Kompasslesen.

SEGEL UND WINDRICHTUNGhart am wind

Die wichtigsten Segelstände

Der Skipper wird bereit sein diese wichtigsten Stände in der Praxis zu erläutern.

A segelt so hoch wie möglich am Wind.

Das Segel steht über Steuerbord (=rechts). Die Windrichtung beschreibt einen Winkel von ca. 135° mit der Fahrtrichtung. Die Schot ist stark angezogen. Das Segel kann auch über Backbord (=links) stehen.

B segelt mit halbem Wind.

Das Segel steht über Steuerbord. Die Windrichtung beschreibt einen Winkel von ca. 90° mit der Fahrtrichtung. Die Schot ist etwas gefiert. Das Segel kann auch über Backbord stehen.

C segelt mit raumem Wind.

Das Segel steht über Steuerbord. Die Windrichtung beschreibt einen Winkel von ca. 45° mit der Fahrtrichtung. Die Schot wird nicht mehr gefiert. Auch hier kann das Segel über Backbord stehen.

D segelt völlig vor dem Wind.

Das Segel steht über Steuerbord. Die Wind- und Fahrtrichtung stimmen überein. Die Schote ist so viel wie möglich gefiert. Wenn das Segel jedoch jetzt über Backbord steht ist es.

F liegt im Wind. Die Segealles draufl flattern ziellos.

Halsen und Wenden

Wenn man mit dem Segel über Steuer- oder Backbord fährt, kann man das Großsegel nach und nach dichter holen und die Schot nach und nach fieren und allmählich von der einen Fahrtrichtung in die andere übergehen. Ebensogut kann man immer mehr anluven, indem man die Schote anzieht und wieder in die alte Fahrtrichtung übergehen. Wenn man durch anluven und fieren nicht in die gewünschte Segelrichtung kommen kann, muß man wenden. Wenden wird auch überstaggehen oder durch den Wind gehen genannt. Beim Übergang wechselt das Segel zur anderen Seite. Halsen muss man wenn der Wind von hinten kommt und man das Segel von der Richtung her ändern will.

Zusammenfassend:

Halsen: Vor dem Wind das oder die Segel von Backbord nach Steuerbord bringen, oder umgekehrt.

Wenden: Gegen den Wind wenden, wobei das oder die Segel von Backbord nach Steuerbord gebracht werden, bzw. umgekehrt.

 

Wie misst man die Schiffsgeschwindigkeit?

An Bord werden zwei Zeichen mit einem Abstand von 5.15 m gesetzt. Wenn man jetzt einen treibenden Gegenstand bei Punkt A über Bord wirft und die Zeit misst bis der Schwimmer bei Punkt B ist, kann man aus der Tabelle die Geschwindigkeit in Knoten ablesen.

MESSTABELLE

Zeit         Geschwindigkeit

in Sek.      in Knoten

 Zeit          Geschwindigkeit

 in Sek.       in Knoten

 Zeit          Geschwindigkeit

 in Sek.       in Knoten

 

 10                1.0

  8                1.25

  7                1.43

  6                1.66

  5                2.0

  4.5              2.22

 

 4                 2.5

 3.5               2.86

 3.25            3.07

 3                 3.34

 2.75            3.64

 2.5               4.0

 

 2.25                4.45

 2                     5.0

 1.75                5.72

 1.5                 6.68

 1.25                8.0

 1                   10.0

Als Abstand kann auch ein vielfaches von 5.15 m dienen. Bei einem beliebigen Abstand kann man mit Hilfe der unterstehenden Formel selbst eine Tabelle machen.

Geschwindigkeit            2 x L

in Knoten              =     ------------    wobei L der Abstand AB ist

                                   Zeit in Sek.

1 Knoten     =    1 englische Seemeile/Stunde
1 Seemeile     =   1.852,2 km/Std.    = 0.5147 m/Sek.
1 Seemeile     =   1 Meridianminute

 

LOGBUCH UND TAGEBUCH

In einem Logbuch kommen Notizen, die mit dem Schiff, Segeln und Wetter zu tun haben.
Ins Tagebuch dagegen schreibt man persönliche Erfahrungen und Vorfälle auf.

Einteilung Logbuch:Kurz fuer dem finish bei der Beurtveer 2004

die Route, die gefahren wurde
das Tagesziel
Abfahrts- und Ankunftszeiten
das Wetter: Windrichtung
Windstärke
Niederschlag
Sonne
Bewölkung
Temperatur
Segelrichtung (mit Zeiten)
Segelführung
Baken
Fahrrinnen
technische Angaben

Einteilung Tagebuch

Aufstehen (wie? wann?)
Mahlzeiten
Aktivitäten
Sehenswürdigkeiten
Episoden
Fotos, Bilder, Zeichnungen
Karikaturen
Witze
Kommentare
Persönliche Erfahrungen und Gedanken

Schiffersprache und Begriffe an Bord

An Bord eines Schiffes werden viele Begriffe gebraucht, die einer Landratte nichts sagen. Um die Welt der Seefahrt kennen zu lernen und Missverständnisse zu vermeiden ist es gut, schon ein bisschen in die Skippersprache eingeweiht zu werden. Die folgende Liste kann dabei helfen. Fettgedruckt sind die holländischen Begriffewaterhoos bij Ameland.

bakstag        Tau , das den Mast seitwärts nach hinten stützt
berghout       schwere Planke, die über die volle Länge an die Schiffwand montiert wird um diese zu schützen
bezan  Besan dt. viereckiges Segel, das bei Binnenschiffen mit zwei Masten am hintersten Mast geführt wird
bolder   Poller dt. schwere hölzerne Klampe oder stählerne Konstruktion auf Vor- und
Achterschiff; er dient um das Schiff festzulegen oder zum schleppen
boom Bootstange Rundholz, das gebraucht wird um ein Langsschiffsegel an der Unterseite auszuhängen
dirk siehe kraanlijn
fok  Fock: dreieckiges Segel, das am Fockstag (Vorstag) geführt wird
fokkeloet dünnes Rundholz mit gegabeltem Ende, das gebaucht wird um das Fock vor dem Wind auf die Luvseite zu halten
gaffel Gaffel dt. Rundholz, das mit seinem gegabelten Ende längs den Mas bewegen kann, und woran das Großsegel an der Oberseite befestigt ist
giek Rundholz an der Unterseite des Großbaum Großsegels
gangboord Gangbord, Teil des Decks entlang der Reling
grootzeil viereckiges Segel, das durch Gaffel und Großsegel Baum aufgehalten wirdWaterhoos
hanepoot Hahnenfuss System von Tauen, das den Gaffel auf seinem Platz hält
helmstok Helmstock, langer hölzerner Balken, womit das Ruder bedient wird
kleed/huik   plane vonSegeltuch, das über die Luken befestigt wird
kluiverboom Klüverbaum, Rundholz, das am Vordersteven herausragt
kluiver  Klüver dreieckiges Segel, das auf dem Klüverbaum vor dem Fock geführt wird
kraanlijn Kranleine / Tau, das vom Ende des Baums über eine Rolle im Mast zum Deck läuft und zum aufziehen des Baums dient.
loopplank Laufplanke, Planke mit Querlatten, um von Land an Bord zu kommen
Luik Luke, Öffnung im Schiffraum zum laden
mastkoker zwei hölzerne oder eiserne Platten, die über Deck aufragen, woran der Mast drehbar befestigt ist
overloop eiserne Stange quer übers Schiff, woran die Leine des Segels frei hin und her bewegen kann
pikhaak langer Stock mit einem Haken, der dient um das Schiff vom Wall abzuhalten oder zu stoßen
reven  reffen, die Segeloberfläche durch einbinden verkleinern, wenn der Wind zu    stark wird
Roef Roof, meistens ein teilweise versunkener Aufbau hinter den Luken; Fracht- und Wohnraum des Skippers oder Passagiere
ruim Raum / Frachtraum
schoot Schote Leine, womit die Segel in der richtigen Position gehalten werden    (grootschoot, fokkeschoot etc.)
stag Stag, Tau oder Stahldraht, womit der Mast nach vorne und hinten gestützt wird
steng  Stenge, Rundholz, das dient um den Mast zu verlängern
stootklamp Stossklampe siehe zwaard
strijkklamp siehe zwaard
talie  Flaschenzug mit zwei oder mehr Rollen um schwere Segel oder Bäume mit     weniger Kraft bedienen zu können
vaarboom Fahrbaum, langer Stock um das Schiff zu staken (stoßen)
vlieger  dreieckiges Segel, das vor dem Top des vordersten Masten geführt wird,die unterwe ecke vom Segel ist nicht wie beim andere kluever unten am Kluverbaum befestigt.
want,stahlseile, die den Mast seitwärts stützt
zandloper unterster Rand des Schwerts, oft mit Eisen beschlagen
zwaard Schwert, hölzernes Schild an der Seite der Plattbodenschiffe, das das Abtreiben des Schiffes einschränkt

BEAUFORTSCALA

 

Windge-

schwindigkeit

km/Std.  Beaufort

Umschreibung

Wellenhöhe

auf

offener See

Wasserober-

fläche

Land

   0

  

 

  10

 

 

  15

 

 

  20

 

 

  30

 

 

 

  40

 

 

 

  55

 

 

  70

 

 

 

  80

 

 

 

  95

 

 

 

 100

 

 

 120

   0

 

 

   1

 

 

   2

 

 

   3

 

 

   4

 

 

 

   5

 

 

 

   6

 

 

   7

 

 

 

   8

 

 

  

   9

 

 

 

  10

 

 

  11

 

 

  12

windstill

 

 

schwach

 

 

mäßig

 

 

mäßig

 

 

recht kräftig

 

 

 

recht kräftig

 

 

 

kräftig

 

 

heftig

 

 

 

stürmisch

 

 

 

Sturm

 

 

 

schwerer Sturm

 

 

sehr schwerer

Sturm

 

Orkan

     0m

 

 

     0.1m

 

 

     0.2m

 

 

     0.6m

 

 

     1.0m

 

 

 

     2.0m

 

 

 

     3.0m

 

 

     4.0m

 

 

 

     5.5m

 

 

 

     7.0m

 

 

 

     9.0m

 

 

   11.5m

 

 

   14.0m

spiegelglatt

 

 

gekräuselt

 

 

kleine Wellen

 

 

Wellen, ab und zu Schaum

 

weiße Köpfe

 

 

 

viele Schaum-

köpfe

 

 

große Schaumköpfe

 

 

Schaum-

streifen

 

 

Schaum wird

weggeblasen

 

 

staubendes

Wasser

 

 

See ist weiß

 

 

Sicht sehr

schlecht

 

keine Sicht

Rauch steigt

recht auf

 

am Rauch zu sehen, nicht auf Windfahne

 

Blätter bewegen

 

 

Blätter

und Zweige bewegen

 

Papier und

Stoff wirbeln

auf

 

Äste bewegen

 

 

 

große Äste

bewegen

 

ganze Bäume

bewegen

 

 

Äste können

brechen, gehen

wird mühsam

 

Dachziegel

können weg-

wehen

 

Bäume können

Entwurzeln, Schäden an Gebäuden.

 

große Schäden

 

große Verwüstungen

Watwanderung

SPEISEPLAN - hier folgt ein Vorbild:

Montag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Gemüse Suppe & Brot, Abendessen: Spaghetti Bolognese & Salat

Dienstag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Brot & Aufschnitt, Abendessen: Babi Pangang (Schweinefleisch & Brot kaufen)

Mittwoch: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Tomaten Suppe & Brot, Abendessen: Mexikanischer Reis (Hackfleisch & Brot kaufen)

Donnerstag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: Brot & Aufschnitt, Abendessen: Macaroni & Salat (Hackfleisch und Brot kaufen)

Freitag: ausgiebiges Frühstück, Mittagessen: "Hutspot & Rookworst"

 

Frühstück besteht aus: Brot, Aufschnitt (Schinken, Salami, Leberwurst, Fleischkäse) Käse, Marmeladen, Butter, Eier, Milch, Orangensaft, Tee und Kaffee.
Frisches Obst  und auch etwas "vla" (vanille pudding) und Joghurt  für Nachtisch ist immer ratsam.
Auf den Rezepten wird die Menge der Zutaten angegeben, sie ist berechnet für 6
Personen (grosse Esser).
Brot und Fleisch können frisch in den jeweiligen Häfen eingekauft werden. Chips, Knabbernüsse, Cola usw. Spülmittel, Schwamm, Küchenhandtuch, Küchenrolle und WC Papier zusätzlich bestellen.

Museumsbesuche und/oder Naturwanderung können Sie in der Segelroute-Besprechung mit dem Skipper vereinbaren.  Der Skipper reserviert das Nötige für Sie.

Für alle Rezepte gilt:Schlammgefecht

Butter kann durch Margarine ersetzt werden.
Denk daran, viele Margarinen sind schon gesalzen.
Teigwaren in viel kochendes Wasser geben
etwas Öl vermeidet kleben
nicht zu lang kochen, ab und zu probieren, man muß Teigwaren gerade noch etwas kauen  können (al dente)
gleich abgießen wenn sie al dente sind

wenn nach dem Frühstück die angewiesene Gruppe die nötigen Kartoffeln schälen, ist die Arbeit schnell geklärt, Kartoffeln bleiben geschält in einer Pfanne voll Wasser einen halben Tag gut
große Kartoffeln in Stücke schneiden
ca. 20 Min. kochen (die Kartoffeln brauchen nicht unter Wasser zu stehen)
ab und zu umrühren und mit einer Gabel prüfen ob sie gar sind
fang frueh an, 5kilo kartoffelen zu kochen dauert nur 20 min, es alles am kochen zu kriegen fast eine stunde!!

Mengen: bei allen Rezepten müssen die Mengen bei mehr als 6 Personen anpasst werden So kann es auch !!
REZEPTE (gehören zum Vorbild Speiseplan)
Leichte Speisen an Bord vorzubereiten:

 

* Fleisch & Gemüse in süßsaurer Soße (Babi Pangang)

1½ kg Schweinefleisch 
3 Paprikas         1 kg Porree         
1 kg Rüben         1 kg Zwiebeln
1 kleiner  Kohl    etwas Öl
Soße:
3  Essl. Maizena  Ketjap (Sojasauce)
10 Essl. Essig         4  dl Hühnerbouillon (Würfel)
10 Essl. Zucker

Gemüse waschen und klein schneiden, Schweinefleisch anbraten u. ca. 10 min. schmoren,
Gemüse in etwas Öl andampfen, danach 10 min. zusammen mit dem Fleisch und etwas Salz weiterdampfen .
Inzwischen Soße machen: Hühnerbouillon Hitze reduzieren u. das mit wenig Wasser angerührte Maizena beigeben, bis die gewünschte Dicke erreicht ist.
Ketjap(sojasosse), Zucker, Essig beigeben 2-3 Minuten köcheln lassen, Soße über Fleisch und Gemüse gießen. Servier dazu Reis oder chin. Nudeln.Teamwork

   Mexikanischer Reis

1  kg Hackfleisch  Salz / Pfeffer
100 g Butter   2 große Zwiebeln
Currygewürz    3 Dosen Tomatenpürre
4 Äpfel    4 Bananen

Zwiebeln hacken und mit Curry und Butter anbraten. Dann Hackfleisch mit einer Gabel losmachen und mitbacken. Tomatenpuree und Kräuter beigeben und 10 Min. köcheln lassen. Gewürze nach eigenem Geschmack abschmecken. Äpfel und Bananen beigeben und  noch 5 Min mitköcheln lassen (süß schmecken). Dazu Reis servieren.

 

Spaghetti Bolognese

1  kg Hackfleisch Salz, Pfeffer, italienische Kräutermischung
250 g  Speckwürfel.  5 Dosen  Tomatenpürre, 1 Dose geschälte Tomaten
4  Zwiebeln  4  Knoblauchzehen

Speckwürfel im eigenen Fett ausbacken. Hackfleisch, gehackte Zwiebeln und Knoblauch mitbacken. Tomatenpürre, geschälte Dosentomaten mit Saft hinzufügen. Wenn die Soße zu dick ist mit etwas Wasser verdünnen und 15 Min. Köcheln. Abschmecken mit Salz, Pfeffer und italienische Kräutermischung. Spaghetti mit Soße und Salat servieren.

 

Macaroni

1 kg SchinkenwüGreetsiel (2002)rfel   2 Paprikas 
1 kg Rüben     1 kg Porree
1 Dose Champignons  2 Dosen Tomatenpürre
1 Dose geschälte Tomaten 4  Zwiebeln

Schinken in Butter anbacken. Fein geschnittenes Gemüse ca. 30 Min. Mitdämpfen. Champignons, Tomatenpürre u. geschälte Tomaten hinzufügen.  Macaroni beigeben und umrühren. Köcheln. Abschmecken, Salz und Pfeffer wenn nötig hinzufügen.
Mit Reibkäse und (gemischtem) Salat servieren.

 

Hutspot & Rookworst (holländisch)

4  kg Kartoffeln Paar Essl. Milch
3  kg Zwiebeln etwas Butter und evt. 1 Essl.Senf (etwas pikanter)
4  kg Rüben 3 Rookworst

Kartoffeln und feingeschnittenes Gemüse in einem Topf (bei großen Mengen in 2 Töpfen) garkochen und abgießen. Mit etwas Milch und Butter auf die gewünschte Dicke bringen. Feinstampfen. Senf durchrühren. Rookworst in der Verpackung in kochendheißes Wasser erhitzen (nicht kochen) danach in Scheiben schneiden und hinzufügen. Es kann mit einer Fleischsoße serviert werden.( Päckchen).

Kartoffeln müssen erst in den Topf, danach die Rüben und als letztes die Zwiebeln. Mit Deckel garkochen. Salz und Pfeffer wenn nötig hinzufügen.schleuse bei Kornwerdersand

 

 SALATE UND -SAUCEN

Basisdressing

4 Essl. Öl oder  Rahm, Joghurt, Mayonnaise  
4 Essl. Essig und ev. 1 Teel. Zucker (holländische Gewohnheit)
Saft einer Zitrone
Salz, Pfeffer
Zutaten mischen. Variationen mit Senf, Kräutern, Ketchup, Zwiebeln, Knoblauch, Wein, Sherry etc.

Kopfsalat

Salat gut waschen, Basissauce mit etwas Knoblauch
Variationen mit z.B. Tomaten, Radieschen oder sauren Äpfel, Orangen und Thunfisch

Kopfsalat mit Senfdressing und Wallnüssen (als Vorspeise geeignet)

Basisdressing mit viel Senf machen, Salat mit Wallnüssen garnieren.

Spinatsalat

Spinat gut waschen, einige Eier kochen (6-7 Min.), Basissauce mit Knoblauch.
Gehackte Eier über den Salat streuen.

 

MAHLZEITRESTE

Große Reste sind schade wegzuwerfen, vor allem wenn wir daran denken, wieviel Millionen Menschen hungern müssen. Auf jedem Schiff ist ein Kühlschrank. Gut verpackt kann man Reste also einen Tag ohne Gefahr bewahren... und mit etwas Phantasie kann man auch noch herrliche Gerichte machen.
Bei (Blatt-)Gemüse empfiehlt es sich nicht es wieder aufzuwärmen, da zuviel Nährstoffe verloren gehen und ungewünschte Umsetzung stattfinden kann.(Nitraat)  
Aber man kann es als gekochten Salat gut kalt verwenden.
Kleine Portionen sind als Vorspeise oder bei einer Brotmahlzeit prima zu verwenden.

Macaronisalat

Einen Rest Macaroni mit z.B. Fisch und Meeresfrüchten oder Schinkenwürfel und Gemüse wie Paprika, Tomaten, Essigzwiebeln und -gurken mengen.
Sauce von Essig, Öl oder Mayonnaise, Salz, Pfeffer und Kräuter

Kartoffelsalat

Wenn Kartoffeln in Scheiben geschnitten in viel Bouillon bewahrt werden, kann man einen frischen Kartoffelsalat machen. Den Rest Bouillon abgießen.
Sauce von Essig, Mayonnaise und/oder Joghurt, Salz, Pfeffer, Zwiebel und Schnittlauch. Nach Wunsch Gemüse dazugeben. Matjesheringe (holländische Heringe) schmecken herrlich dazu.

Reissalat

Kalter Reis mit roter Paprika, Apfelstücklein und Fruchtcocktail oder Maiskörnern und viel Phantasie mischen. Sauce von Essig, Öl, Curry, Salz, PfefferSonnensegel sowie Regenschirm

 

SAISONGEMÜSE
Gemüse erhältlich Hauptsaison

Blattgemüse
Endivie  ganzes Jahr  Juni - November
kopfsalat  ganzes Jahr
Spinat   Saison  März - November

Kohlsorten
Blumenkohl ganzes Jahr  Juni - November
Weißkohl Saison   September - April
Rotkohl  ganzes Jahr
Rosenkohl  Saison  Oktober - April
Sauerkraut ganzes Jahr  verpackt

Knollen-, Wurzel- und Stengelgemüse
Pilze  ganzes Jahr
Stangensellerie  Saison  Juli - NovemberAlles unter controlle auf'm Hinterdeck
Knollsellerie  Saison  September - Mai
Porree   ganzes Jahr
Lauch  ganzes Jahr
Chicorée Saison   Oktober - Juni
Rüben  ganzes Jahr

frische Hülsenfrüchte
Bohnen   Saison  April - November
Erbsen   Saison  August - September
getrocknete Hülsenfrüchte ganzes Jahr

andere Sorten
Gurke  ganzes Jahr  Mai - September
Paprika  ganzes Jahr  Juli - August
Tomaten  ganzes Jahr März - November
Avocado  ganzes Jahr Dezember - Januar
Exoten   ganzes Jahr

 

 AUFGABENEINTEILUNG (beispiel)

Die Schüler müssen in 5 Gruppen eingeteilt werden. Jeden Tag muss jede Gruppe eine andere Aufgabe ausführen:
Die Schüler sind verantwortlich für ihre eigenen Schlafkojen und Kabinen. Das Schiff muss sauber hinterlassen werden, sonst kann der Schipper 85 euro verlangen für Reinigungskosten.

AUFGABE A: Deck spülen
AUFGABE B: Frühstück vorbereiten und danach abwaschen
AUFGABE C: Vorbereitung und Kochen Mittagessen, danach abwaschen
AUFGABE D: Vorbereitung und Kochen Abendessen, danach abwaschen
AUFGABE E: Toiletten, Dusche und Tagesraum saubermachen

AUFGABE      GRUPPE 1       GRUPPE 2        GRUPPE 3        GRUPPE 4        GRUPPE 5

A                      Montag       Dienstag         Mittwoch         Donnerstag      Freitag 
B                      Dienstag     Mittwoch         Donnerstag     Freitag             Montag
C                      Mittwoch     Donnerstag     Freitag            Montag            Dienstag
D                      Donderstag Freitag            Montag           Dienstag         Mittwoch
E                      Freitag        Montag           Dienstag         Mittwoch         Donnerstag

EINTEILUNG:

A

B

C

D

E